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Wenn Fahrzeuglärm zum Gesundheitsrisiko wird
Gesundheitsrisiko Fahrzeuglärm

Wenn Fahrzeuglärm zum Gesundheitsrisiko wird

Immer mehr Kfz-Zulassungen erhöhen den täglichen Fahrzeuglärm. Allein im Januar 2014 kam es zu 7,2% mehr als noch im Dezember 2013. Vor allem die Fahrzeughersteller freuen sich natürlich über diesen Anstieg, denn dies zeugt doch davon, dass auch die Verkaufszahlen gehörig angestiegen sind.

Was die Industrie, aber wie die Wirtschaft ungemein glücklich macht, hat auch seine Schattenseiten, denn nicht nur die Umwelt hat in diesem Fall mit zahlreichen Nachteilen zu kämpfen.

Anstieg der Kfz-Zulassungen bringt viele Nachteile mit sich

Was dem einen Freud, ist dem anderen Leid – An diesem Spruch ist etwas Wahres dran, denn eine jede neue Kfz-Zulassung bedeutet ein Anstieg der fahrbereiten Fahrzeuge und demnach für noch mehr reges Treiben auf Deutschlands Straßen. Nicht nur die Umweltbelastung durch Luftverschmutzung macht hier dem Menschen zu schaffen, denn auch die Lärmbelastung steigt stetig und sorgt damit für erhöhte Gesundheitsrisiken.

Gerade heutzutage sind die Menschen ständig irgendwelchen Belastungen ausgesetzt, die sogar recht schnell zu verschiedenen Krankheiten führen können. Eine jedes neu angemeldete Fahrzeug sorgt somit für klingende Kassen der Automobilbranche und spült natürlich auch große Summen in die Geldbeutel des Staates, so dass eine Regulierung, sowie eine Eindämmung der Neuzulassungen in diesem Fall kaum in Frage kommt.

Welche Gesundheitsrisiken bringt die steigende Lärmbelastung mit?

Jede neue Zulassung eines Fahrzeugs beschert mehr Lärm auf den Straßen Deutschlands. Nur wenige Menschen wissen allerdings davon, dass der ständige Radau zahlreiche Gesundheitsrisiken zur Folge haben kann. Beständiger Fahrzeuglärm kann, laut der europäischen Umweltagentur, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bescheren oder aber zu körperlichen Erschöpfungszuständen führen.

Ständiger Krach ist oftmals die Ursache für Schäden am Gehör und kann demnach für Krankheitsbilder, wie Tinnitus oder Schwerhörigkeit verantwortlich sein. Zumal ebenso Schlafstörungen hier die Folgen sein können. Eine jede neue Kfz-Zulassung ist demnach eine Belastung für die Gesundheit des Menschen und gerade Kinder sollten aus diesem Grund besser in einer ruhigeren Umgebung aufwachsen, um nicht bereits in jungen Jahren mit gesundheitlichen Problemen der oben genannten Art zu kämpfen haben zu müssen.

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Aus diesem Grund gibt es inzwischen einen Leitfaden zur Lärmminderung an Schulen, so dass hier zum Thema Lärmdämmung Hilfe gefunden werden kann, damit Schüler in Zukunft stressfreier und angenehmer lernen können.

Welche Krankheiten können durch Lärmbelästigung entstehen?

  1. Leistungsfähigkeitsabfall

Gerade durch Lärm entsteht oftmals ein Problem der Leistungsfähigkeit. Durch die beständige Geräuschkulisse von außen fällt es vielen Menschen schwer sich zu konzentrieren und schnell kommt es zu Fehlern bei der Arbeit. Nicht nur allein der Fahrzeuglärm sorgt hier für Probleme, denn viele Beschäftigte beschweren sich auch oftmals über den hohen Geräuschpegel in ihrer Arbeitsstätte.

Diese Belastung führt dann in erster Linie zu steigenden Fehlerquoten, erhöhtem Zeitbedarf, sowie zu längeren Erholungsphasen. Gute Raumkonzepte, die richtige Organisation, aber ebenso moderne Lärmschutztechniken können hier Abhilfe schaffen.

  1. Schäden am Gehör bis hin zu Hörverlust

Je nach Dauer und Lautstärke können laute Geräusche sogar bleibende Schäden am Gehör verursachen. Handelt es sich um einen hohen Ton reichen schon wenige Minuten aus, um irreparable Innenohrbeschädigungen zu erzeugen. Die Folgen sind demnach absehbar und so kann es zu Schwerhörigkeit oder sogar zur vollständigen Taubheit kommen.

Diese Schädigungen werden verursacht, wenn Haarzellen im Ohr beschädigt werden. Belastungen von 120 bis 140 dB(A) reichen dafür schon aus. Einen solchen Geräuschpegel verursacht, beispielweise, ein Düsenjet.

  1. Herz-Kreislauferkrankungen

Kommt es zu einem Geräuschpegel, der noch weit unter einer Kommunikationsbeeinträchtigung liegt, kann auch dies für bleibende Schäden sorgen. Eine Extra-aurale Lärmbelästigung kann somit Bluthochdruck, Schlafprobleme und eine vermehrte Ausschüttung des Stresshormons begünstigen, so dass das Risiko an einer Herz-Kreislauferkrankung zu leiden enorm steigt.

Laut der WHO gilt es somit eine dauerhafte Lärmbelästigung von 55 dB(A) nicht zu überschreiten. Im Durchschnitt beträgt aber bereits der Pegel von Verkehrsgeräuschen rund 65 dB(A).

Wie lässt sich die beständige Lärmbelästigung eindämmen?

Leisere und umweltfreundlichere Hybrid-, sowie Elektromotoren sind natürlich schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung. Durchaus könnte aber auch die Regierung durch entsprechende Gesetze der zunehmenden Geräuschkulisse entgegenwirken. So wäre es, zum Beispiel, möglich die Kraftfahrzeugsteuer zu erhöhen und höhere Zulassungsgebühren zu fordern, um so die Kfz-Neuzulassungen einzudämmen.

Zudem kam es aber bereits zu einer neuen Festlegung der Geräuschgrenzwerte, die am 1. Juli 2016, im Jahr 2020 und 2024 in Etappen in Kraft treten. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass jede neue Zulassung eines Fahrzeugs eine geringere Lärmbelästigung und somit auch ein kleineres Risiko für die Gesundheit mitbringt.

Durchaus finden sich aber nicht nur für Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor neue Regelungen, denn auch Elektro-, wie Hybridmotoren müssen ab Mitte 2019 mit einem akustischen Warnsystem versehen sein.

Über Doc Young

Michael "Doc" Young - Seit 8 Jahren Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung.

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